Elektro Motorroller: Die umweltfreundliche Alternative im Straßenverkehr

Roller bieten sich förmlich als Elektrofahrzeuge an: Zum einen werden sie überwiegend in der Stadt genutzt und zum anderen verbrauchen Sie durch ihr geringes Eigengewicht wenig Energie. Sinkende Anschaffungspreise, geringe Unterhaltskosten sowie steigende Materialqualität machen das umweltfreundliche und lautlose Fahrvergnügen inzwischen sehr attraktiv. Dabei erreichen hochwertige Elektro Motorroller mittlerweile ein Preissegment, in dem sie mit benzingetriebenen Modellen konkurrieren können. In unserem Elektro Motorroller Test haben wir die besten Fahrzeuge für Sie aufgelistet. Wir hoffen, Ihnen eine gute Orientierungshilfe geben zu können und wünschen stets eine gute Fahrt!

Klassische Elektro Motorroller

    
SXT-eRoller-Gekko-1200
yadea-elektroroller-elettrica-3000
kreidler-rmc-e-hiker-50
Hersteller
SXT
Yadea
Kreidler
Modell
eRoller Gekko 1200
Elettrico 3000
RMC-E Hiker 50
Bewertung
halber-stern
Aktueller Preis
EUR 1.699,00 bei
EUR 1.399,99 bei
EUR 2.199,00 bei
Leistung
1200 W
1200 W
3000 W
Geschwindigkeit
bis zu 45 km/h
bis zu 45 km/h
bis zu 45 km/h
Reichweite
ca. 60 km
ca. 60 km
ca. 55 km
Steigungsfähigkeit
30%
30%
30%
Batterie
Blei-Silicon-Akku
Lithium-Ionen-Akku
Ladezeit
6 - 8 Stunden
6 - 8 Stunden
6 - 8 Stunden
Details
Bremsen
Scheibenbremse (vorne),
Trommelbremse (hinten)
Scheibenbremse (vorne),
Trommelbremse (hinten)
Scheibenbremse
(vorne und hinten)
Hydraulische Stoßdämpfer
Einstellbare Federung
Aluminiumfelgen
Reifendimensionen
120/70-12
120/70-12
130/60/13
Gewicht
100 Kg
109 Kg
145 Kg
Support
Standort Ersatzteillager
Deutschland
Deutschland
Deutschland
Vor-Ort-Service
Baujahr
2014
2016
2015

Historische Entwicklung

Genutzt werden Elektroroller schon seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Über viele Jahrzehnte kamen sie beispielsweise als elektrisch betriebene Gabelstapler auf Fabrik- und Lagerhallen zum Einsatz. Die Entwicklung von Elektro Motorrollern für den Straßenverkehr geht einher mit dem Fortschritt in der Akku-Technologie. Seit Anfang der 1990er Jahre nutzt die Industrie verstärkt Lithium-Ionen-Akkumulatoren. Die Vorteile sind klar: Lithium-Ionen-Akkus sind langlebig, leistungsstark und haben keinen Memory-Effekt, das heißt sie können beliebig oft geladen werden. Nach einigen Jahren fortlaufender Entwicklung waren die Akkus schließlich so leicht, dass sie für die Verwendung in einem Elektroroller genutzt werden konnten.

Elektrom Mtorroller sind schon in vielen Länder etabliert

Seit der Jahrtausendwende ist der Vormarsch der Elektroroller nicht mehr zu stoppen. In vielen Ländern im Mittelmeerraum oder auch in China stellen sie längst die Mehrheit der motorisierten Zweiräder dar. Aber auch in Deutschland werden ihre Vorzüge zunehmend geschätzt. Der Elektromotor surrt kaum hörbar vor sich hin, es entstehen weder Gestank noch Umweltbelastungen durch Abgase. Sparfüchse haben herausgefunden, dass sie langfristig sogar günstiger sind als Benzin-Modelle. Das gilt natürlich gerade bei steigenden Spritpreisen. Gleichzeitig sind die Anschaffungskosten für einen Elektroroller heute bei Weitem nicht mehr so hoch wie noch vor wenigen Jahren. Kosten für Ölwechsel und andere Benziner-typische Wartungsarbeiten entfallen auch. Die reinen Stromkosten machen nur einen Bruchteil der Benzinkosten aus.


Produkttest von Focus.de

Ladevorgang immer schneller und effizienter

Die technologische Entwicklung hat auch dazu geführt, dass Elektro Motorroller heute an jeder gewöhnlichen Steckdose aufgeladen werden können. Schnellladefunktionen erlauben häufig schon nach 60 Minuten eine Weiterfahrt über 20 bis 30 Kilometer. Eine vollständige Aufladung braucht kaum mehr als wenige Stunden. Zum Laden an der Steckdose daheim ist es meist möglich, den Akku zu entnehmen. Darüber hinaus entstehen zunehmend Stromtankstellen in Innenstädten, an denen der Akku bedeutend schneller geladen werden kann.

Verschiedene Modelltypen

Die praktischen Elektroroller gibt es in verschiedenen Ausführungen. Da sind zunächst einmal Modelle mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h. Einige dieser Roller sind sehr kleinformatig und zusammenklappbar. Damit finden diese Elektro Motorroller auch in einer kleinen Stadtwohnung oder Studentenbude Platz und sind schnell einsatzbereit für den Einkauf in der Nähe oder die Fahrt zur Uni. Interessant sind diese kleinen Elektro Motorroller auch für Camper und Mitarbeiter von Sicherheits- oder Wartungsdiensten, die zu ihrem Einsatzort auf dem Werksgelände größere Strecken zurücklegen müssen. Aufgrund der maximalen Höchstgeschwindigkeit entfällt übrigens die Helmpflicht, wobei dieser Kopfschutz natürlich dennoch empfohlen wird.

Die nächste Kategorie stellen E-Roller dar, die bis zu 25 km/h erreichen können. Im Design geben sie sich als schnittige Roller, die auf der Sitzbank oft auch Platz für eine zweite Person bieten. Im Vergleich zu den 20-km/h-Modellen ist die Reichweite pro Akku-Ladung mit teilweise deutlich über 50 Kilometern jedoch höher. Hier kann der Nachwuchs, ab 15 Jahren mit Mofa Prüfung, erste Fahrerfahrung sammeln, wobei die Kosten für Steuern und Versicherung im Taschengeldbereich bleiben.


Produkttest von Deutsche Welle

Universelles Alltags- und Freizeitfahrzeug

Die meisten angebotenen Elektro Motorroller erlauben eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Für Autofahrer ist dabei kein Zusatz-Führerschein nötig. Dennoch überwinden diese E-Roller auch größere Strecken. Die leistungsstarken Elektro Motorroller erfüllen, ob zur Arbeit, zum Einkauf oder für Ausflüge in einem Radius von 50 bis 100 Kilometern, die meisten Alltags- und Freizeitanforderungen. Gerade die äußerst geringen Unterhaltskosten machen neben einer privaten Nutzung auch den kommerziellen Einsatz bei Kurierdiensten oder für den Bring-Service von Restaurants sinnvoll.

Ein Blick in die Zukunft

Elektroroller oberhalb der 45-km/h-Grenze sind, auch wenn es Modelle gibt, die über 100 km/h erreichen können, noch ein wenig exotisch. Die technische Entwicklung der nahen Zukunft wird jedoch zeigen, dass auch Elektro Motorroller mit diesen und höheren Geschwindigkeiten für sportliche Nutzer bald schon zum gewohnten Straßenbild gehören.